Mit Unterstützung der Bürgerstiftung Meschede fliegt die Konrad-Adenauer-Schule hoch hinaus – mit Hilfe eines Wetterballons schickten Schülerinnen und Schüler eine Styroporsonde auf eine Reise in die Stratosphäre. Durch die verschiedenen Messwerte oder Videos werden so Naturwissenschaften im Unterricht erlebbar. Im Wahlpflichtunterricht der Jahrgangsstufen 9 und 10 wurde der Start mit großer Begeisterung vorbereitet und die physikalischen Zusammenhänge ergründet: Schichten der Atmosphäre, Zusammensetzung der Luft, Temperatur und Luftdruck bei zunehmender Höhe, Auftrieb in der Luft bei einem Heliumballon, Fallschirm und Luftwiderstand, Einfluss des Wetters.

Moderne Technik macht dies möglich: GPS-Tracker, Datenlogger, Kamera und Stratofinder App sorgen dafür, dass auf der Ballonfahrt Fotos gemacht und jede Menge Daten gesammelt werden.

Das Wetter musste stimmen, und das war am Freitagmorgen der Fall. Etwa 4 Kubikmeter Ballongas, vorwiegend Helium, wurden in einen Wetterballon geblasen. Er trug die etwa 1 Kilogramm leichte Sonde mit der Technik. Da alles gut ging, erreichte der Ballon eine erstaunliche Höhe von etwa 36.000 Metern und platzte dort oben. Temperaturen von ca. minus 40°C musste die Sonde dort standhalten. Per Fallschirm glitt sie mit den Überresten des Ballons behutsam Richtung Boden. Die Flugroutenberechnung sagte eine Landung in der Nähe von Beverungen an der Weser voraus.

Unmittelbar nach dem Start begann die Nachverfolgung mit einem Kleinbus: 6 Schüler und drei Lehrkräfte machten sich auf den Weg zur Bergung der Sonde mit den sicherlich spannenden Fotos und Daten. Die GPS-Technik verriet den Landeplatz auf wenige Meter genau.  Da die Sonde in der Krone einer Buche in mehr als 20 Metern Höhe hängenblieb, half ein Baumkletterer aus Beverungen. Ihm gilt besondere Anerkennung für seinen spontanen und fachkundigen Einsatz. Das Sichten und Auswerten der Fotos und der anderen Daten bilden in den nächsten Wochen den Abschluss des außergewöhnlichen Projektes.

Die letzten Vorbereitungen vor dem Start und den Start selbst vom Schulgelände aus verfolgten alle Schülerinnen und Schüler der Konrad-Adenauer-Schule live. Die Projektgruppe aber auch die Schulgemeinschaft dankt ganz besonders der Bürgerstiftung Meschede, die das Ballonset spendete, dem Busunternehmen Zacharias, das den Kleinbus zur Verfügung stellte, dem Förderverein der Konrad-Adenauer-Schule, der die Kosten für Helium-Füllung und die Haftpflichtversicherung übernahm und dem Lehrer a.D. Herrn Gerhard Köchling, der das Projekt ehrenamtlich leitet.

Nachfolgend einige Impressionen vom Projekt

Am Rande des Weltalls – Projekt Stratoflights an der Konrad-Adenauer-Schule